Hier zum Überwintern einige Wintergedichte von mir...
Wenn das Jahr sich wendet,
Neues beginnt und Altes endet,
Erscheint die Zeit in neuem Licht,
Und ändert sich der Blick, die Sicht.
Der Horizont ist wieder weit,
Nicht länger nur Vergangenheit,
Ein Jahr, das ist viel Proviant,
Und neuen Wegen zugewandt,
Lässt sich das Leben neu gestalten,
Das Leben selbst am Leben halten.
Im Zug, im Winter
Wald und Wiesen tief verschneit,
Ruhen in stiller Einsamkeit,
Von leichtem Nebel zugedeckt,
Vom Tageslicht noch nicht geweckt,
Das macht sich - selbst noch müde - dran alle aufzuwecken,
Schon sieht man Bäume, noch verschlafen, ihr Astwerk in den Himmel recken.
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Heute fiel der erste Schnee,
Der Herbst hat mir gesagt, ich geh,
Wir sehen uns im nächsten Jahr,
zur selben Zeit,
Und mir wird jetzt erst richtig klar,
es ist wieder soweit.
Das ganze Jahr ist fast verstrichen,
Das muss ich erst verinnerlichen,
Noch blick ich nicht zurück,
Vier Wochen sind´s noch hin,
Ich denke, welch ein Glück,
Ich ruf hinaus, welch Zeitgewinn!
Und tauch ein in die Winterzeit,
Die Gegend ist jetzt tief verschneit,
Lichter und Kerzen leuchten in Fenstern und Türen,
Schatten, die sich in der Dunkelheit verlieren,
Dicke Mäntel spazieren die Straße entlang,
Stille, aus einem Haus klingt leise Gesang.
Ich schaue hinaus, fange an nachzudenken,
Wem soll ich was zu Weihnachten schenken?
Was möcht ich noch tun in diesem Jahr,
Wen möcht ich noch sehn, wem fühl ich mich nah?
Viel zu viel Fragen für die verbleibenden Tage,
Ich überleg, ob ich überhaupt noch etwas Neues wage,
Ich gehe lieber erst einmal spazieren,
Was - außer Zeit - hab ich schon zu verlieren,
Schon bald wird der Winter wieder entfliehn,
So genieß ich ihn jetzt und geb mich ihm hin.
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Winteranfang
Der Baum, er fühlt ein Unbehagen,
Wie lange soll er dieses Kleid noch tragen,
Die vielen roten, gelben, braunen Flecken,
Beginnen sein Grün zu überdecken.
Er hat es schon zu oft vom Regen waschen lassen,
Dass er noch länger hofft, er könnt es jetzt dabei belassen.
Das Kleid, es ist jetzt wirklich alt,
Gleichzeitig wird es jahresbedingt kalt.
Der Baum, noch zögert er,
Das Wetter macht ihm die Entscheidung schwer.
So trägt er es noch eine Weile,
Und zeigt beim Umziehen keine Eile.
Doch Blatt für Blatt gewöhnt er sich,
An Kälte, Schnee, ja sogar Eis,
Jetzt ist es wirklich winterlich,
Der Baum, jetzt nackt, doch friert er nicht, erfreut sich an dem Weiß.
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Der Winter
Winter!
Draußen, kalte, klare Luft,
Drinnen, Wärme, Tannenduft.
Spät erwacht das Tageslicht,
Und sehr lange währt es nicht,
Nur ein kurzes Stelldichein,
Stattdessen abends Kerzenschein,
Gemütlichkeit und innehalten,
Der Winter lässt uns ruhiger walten.
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Die Bäume stehen dicht gedrängt wie eine Bisonherde,
Und graben ihre Füße - in dickes Wurzelholz gekleidet - ganz tief ein in die Erde.
So lässt´s sich warm und wohlig die kalte Jahreszeit durchleben,
Ohne auch nur einen Cent - wie es der Mensch nicht anders kennt - für´s Heizen auszugeben.
Das schönste Herbstblatt weit und breit, das schenk ich Dir,
Dass Dir zur kalten Jahreszeit ein wenig warm es wird ums Herz, was mir,
Ein innig Wunsch das ganze Jahr, ob warm, ob kalt, ob heiß,
Dass ich Dich nur nicht traurig weiß.
So viel Gefühl, ich seh es ein, ich bin ein Narr,
Doch fühlte ich es nicht so klar,
Dass Du der Frühling, Sommer, Herbst und Winter in einem bist für mich,
Dann wär der Winter mir zu kalt, das ganze Jahr zu winterlich.


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